Ausgangslage: eine gerechtere Art, Wasser abzurechnen
Mehrere Faktoren bewogen Avara dazu, die verbrauchsbasierte Wasserabrechnung einzuführen. Die Entwicklung der Gesetzgebung beschleunigte den Wandel, vor allem aber stand das Feedback der Bewohner dahinter.
Laut Rantsi hatten viele Bewohner das Gefühl, dass das traditionelle Pauschalmodell für Wasser nicht immer dem tatsächlichen Verbrauch entsprach.
Die Bewohner wollten, dass das Wasser wirklich danach abgerechnet wird, wie viel sie tatsächlich verbrauchen.
Für Avara war es wichtig, eine Lösung zu finden, die sowohl gerecht als auch transparent ist.
Zugleich würde die verbrauchsbasierte Abrechnung es ermöglichen, die Wasserkosten möglichst genau denjenigen zuzuordnen, die das Wasser verbrauchen.
Die Lösung: wohnungsweise Messung und Verbrauchserfassung in Echtzeit
Vor der Entscheidung prüfte Avara mehrere Optionen.
Laut Rantsi waren die wichtigsten Kriterien bei der Wahl der Lösung die Zuverlässigkeit der Messdaten, die Transparenz des Systems sowie die Möglichkeit, den Bewohnern die Verbrauchsinformationen leicht sichtbar zu machen.
Das System von ClimaPri wurde direkt in den Avara-Dienst OmaAvara integriert, in dem die Bewohner ihren eigenen Wasserverbrauch in Echtzeit verfolgen können.
Uns war sehr wichtig, dass wir die Verbrauchsdaten einfach und transparent auch für die Bewohner sichtbar machen.
Die Sichtbarkeit der Verbrauchsdaten gab den Bewohnern die Möglichkeit, ihren eigenen Wasserverbrauch zu verfolgen und ihre künftigen Kosten konkret zu beeinflussen.
Vom Pilotprojekt zu 60 Liegenschaften
Die Einführung begann mit vier Pilotobjekten.
Avara wollte zunächst sicherstellen, dass die Lösung in der Praxis funktioniert – sowohl technisch als auch aus Sicht der Bewohner. Nach der Pilotphase war das Feedback sehr positiv.
Laut Rantsi wurden besonders die Gerechtigkeit des Systems und die Transparenz des Verbrauchs gelobt.
Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde beschlossen, die Einführung rasch auszuweiten. Als Avara über die bevorstehenden Erweiterungen informierte, begannen einige Bewohner sogar zu fragen, wann das System in ihrer eigenen Liegenschaft eingeführt wird.
Heute ist die Lösung in rund 60 Liegenschaften im Einsatz, und die Erweiterungen gehen weiter.
Ergebnisse: Der Wasserverbrauch sank um rund 20 %
Eine der bedeutendsten Erkenntnisse war ein deutlicher Rückgang des Wasserverbrauchs.
Obwohl die Effekte erwartet wurden, überraschte ihr Ausmaß selbst Avara.
Nach der Einführung sank der Wasserverbrauch um rund 20 Prozent. Zudem gaben 83 Prozent der Bewohner an, stärker auf ihren eigenen Wasserverbrauch zu achten.
Laut Rantsi zeigten sich die Effekte schnell, schon nach den ersten Rechnungen.
Schon nach der ersten Wasserrechnung begann sich sehr schnell ein deutlicher Rückgang des Wasserverbrauchs zu zeigen.
Die Ergebnisse auf einen Blick
- Der Wasserverbrauch sank um rund 20 %
- 83 % der Bewohner achten stärker auf ihren eigenen Verbrauch
- Die Verbrauchsdaten sind in Echtzeit in OmaAvara sichtbar
- Die Wasserkosten werden gerechter zugeordnet
- Das Feedback der Bewohner war sehr positiv
Die Vorteile reichen über den Wasserverbrauch hinaus
Die Effekte der verbrauchsbasierten Wasserabrechnung beschränken sich nicht nur auf das Wassersparen.
Laut Rantsi schlägt sich der Rückgang des Wasserverbrauchs direkt auch im Energieverbrauch nieder, da weniger Energie zum Erwärmen des Warmwassers benötigt wird.
Wenn wir den Wasserverbrauch um 20 Prozent senken, sinkt zugleich auch die zum Erwärmen des Warmwassers benötigte Energie erheblich.
Das zeigt sich sowohl in niedrigeren Energiekosten als auch in einem kleineren CO2-Fußabdruck. Für Avara geht es dabei nicht nur um Kosteneffizienz, sondern auch um eine verantwortungsvollere Bewirtschaftung der Liegenschaften.
Der nächste Schritt: hin zu einer noch klügeren Wassernutzung
Avaras Ziel ist es, die verbrauchsbasierte Wasserabrechnung in den kommenden Jahren auf alle geeigneten Objekte auszuweiten.
Rantsi sieht auch neue Möglichkeiten, die gesammelten Verbrauchsdaten noch effektiver zu nutzen.
Der nächste Schritt ist zu überlegen, ob sich die Warmwasserbereitung optimieren und die Verbrauchsdaten noch besser nutzen lassen.
Künftig könnten die Daten zum Beispiel genutzt werden, um die Warmwasserbereitung energieeffizienter zu takten, was sowohl Eigentümern als auch Bewohnern weitere Einsparungen bringen kann.
Eine gerechtere und verantwortungsvollere Art, den Wasserverbrauch zu steuern
Avaras Erfahrungen zeigen, dass die verbrauchsbasierte Wasserabrechnung viel mehr ist als nur ein Abrechnungsmodell.
Sie erhöht die Transparenz, fördert einen verantwortungsvolleren Umgang mit Wasser und bringt konkrete Einsparungen für Bewohner wie Eigentümer gleichermaßen.
Wir können die Diskussion beenden, dass „ich für das Wasser des Nachbarn zahle“. Jeder zahlt für das Wasser, das er selbst verbraucht.
Avaras Erfahrungen zeigen: Wenn der Verbrauch sichtbar gemacht wird, entsteht ein dauerhafter Anreiz, Wasser verantwortungsvoller zu nutzen – zum Vorteil von Bewohnern, Eigentümern und Umwelt gleichermaßen.
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