Ausgangslage: Die Heizung wurde nach Telefonanrufen eingestellt
Vor der Umstellung wurde die Heizung des Objekts so geregelt wie in den meisten vergleichbaren Häusern: Der Hausservice kam vor Ort und drehte die Regelung danach, was die Bewohner meldeten. Zu den tatsächlichen Raumtemperaturen der Wohnungen gab es keine Messdaten, die Einstellung beruhte also auf Schätzungen.
Für Holmala war der Maßstab für Erfolg einfach.
In dem Moment, in dem die Telefone aufhörten zu klingeln, war alles in Ordnung.
Das Problem war nicht nur der Arbeitsaufwand. Eine Meldung ließ sich ohne Besuch nicht überprüfen: Der Haustechniker fuhr mit einem Thermometer in die Wohnung und stellte oft fest, dass die Raumtemperatur normal war. Grob geschätzt lag bei etwa der Hälfte der Meldungen gar kein tatsächlicher Temperaturfehler vor.
Eigentliche hydraulische Abgleichprojekte hatte es zuvor nicht gegeben, nur die Einstellung der Verteiler und Thermostate einzelner Wohnungen.
Die Entscheidung: Der Versuch begann in einem Haus, das kein Problemobjekt war
Den Anstoß gaben die Kontaktaufnahme von ClimaPri und die anschließende Präsentation. Treiber waren die Kosten: Die Heizung ist der größte Einzelposten einer Immobilie.
Ikaalisten Kiinteistökonsultit verwaltet Mietwohnungsgesellschaften, die vollständig der Stadt Ikaalinen gehören. Man hätte ein Haus mit deutlich höherem Fernwärmeverbrauch wählen können. Die Wahl fiel dennoch auf Rahkolankuja 20, das kein besonderes Problemobjekt war. Der Grund war teils praktisch: Die finanzielle Lage dieser Gesellschaft war die beste von allen, und das Vorhaben ließ sich aus den liquiden Mitteln ohne Zusatzfinanzierung bezahlen. Teils handelte es sich um eine bewusste Versuchsanordnung.
Wenn das System in diesem Objekt Einsparungen bringt, dann ist die Einsparung in einem Objekt mit höherem Wärmeverbrauch wahrscheinlich noch größer.
Die Entscheidungsfindung war unkompliziert. Die Mietwohnungsgesellschaften der Stadt haben denselben professionellen Vorstand aus Beamten und Immobilienleitern. Ein auf Zahlen gestütztes Vorhaben lässt sich einem solchen Gremium verhältnismäßig leicht begründen, auch wenn man versprochenen Zahlen gesund skeptisch begegnet: Schon eine Einsparung von zehn Prozent summiert sich über zehn Jahre zu einem erheblichen Betrag.
Inbetriebnahme: zwei Wochen, wenig Störung
Rahkolankuja 20 ist die erste mit Fernwärme beheizte Immobilie, an die die Heizungsregelzentrale von ClimaPri geliefert wurde. Im März 2026 wurden Fußbodenheizungsthermostate, eine Vorlaufregelzentrale und fernauslesbare Wasserzähler installiert. Für die Arbeiten waren rund zwei Wochen vorgesehen, und in dieser Zeit wurden sie ausgeführt.
Für die Bewohner am sichtbarsten war der Einbau der Wasserzähler, der einzelne Wasserabschaltungen mit sich brachte. Die Arbeiten auf der Heizungsseite waren im Wohnalltag kaum spürbar, Beschwerden gab es keine. Nennenswerte eigene Arbeitszeit des Verwalters hat das Vorhaben nicht gekostet.
Nichts hat uns wirklich überrascht. Keine Probleme und keine Sorgen.
Erste Beobachtungen: Die Unterschiede zwischen den Wohnungen wurden kleiner
Als das System im März eingeschaltet wurde, war die erste Beobachtung die Streuung zwischen den Wohnungen. Ein Teil der Wohnungen lag bei der Raumtemperatur richtig, ein Teil war kühl und ein Teil deutlich zu warm.
In manchen Wohnungen waren es drinnen 24–25 Grad. Die Streuung war wirklich groß.
Eine Fußbodenheizung reagiert träge, deshalb dauerte das Einpendeln eine Weile. Ende März und im April begannen die höchsten wohnungsbezogenen Werte zu sinken, und die Überhitzung einzelner Wohnungen ist seitdem verschwunden.
Auf der Energieseite war der April der erste vergleichbare Monat. Der Monatsmittelwert der Außentemperatur war praktisch derselbe wie im April 2025, der Heizbedarf also genauso hoch wie ein Jahr zuvor. Der Fernwärmeverbrauch sank dennoch um 10 Prozent. Das Wetter erklärt den Rückgang somit nicht.
Der Wasserverbrauch ist leicht rückläufig. Die verbrauchsbasierte Abrechnung begann Anfang Juli, die erste Rechnung entsteht im Oktober auf Basis des Verbrauchs von Juli bis September. Holmala erwartet, dass sich die Wirkung erst deutlicher zeigt, wenn die Bewohner ihre erste Rechnung gesehen haben.
Die Veränderung im Alltag: Der unnötige Servicebesuch entfällt
In der Arbeit des Verwalters ist die wichtigste Veränderung bislang nicht die Einsparung, sondern dass sich eine Kältemeldung prüfen lässt, bevor jemand losfährt.
Jetzt wird die Temperatur der Wohnung aus der Ferne angesehen. Der Bewohner bekommt sofort eine Antwort, und ein Servicebesuch muss nicht allein zur Überprüfung stattfinden.
Die Meldungen werden in zwei Richtungen gefiltert. Ist es in der Wohnung wirklich kalt, kann die Sache ohne zwischengeschalteten Kontrollbesuch direkt in die Instandsetzung gehen. Ist die Raumtemperatur normal, erhält der Bewohner sofort eine begründete Antwort. Laut Holmala bringt das auch über den Hausservice Kosteneinsparungen, auch wenn sie sich schwer in Euro beziffern lassen.
Was vom Winter erwartet wird
Die eigentlichen Ergebnisse zeigen sich erst nach der Heizperiode. Holmala verfolgt die Raumtemperaturen der Wohnungen regelmäßig und erfasst die tatsächlich verbrauchte Fernwärmeenergie alle paar Monate, um sie mit früheren Jahren zu vergleichen.
Wenn wir eine Einsparung von über 10 Prozent erreichen, bin ich durchaus zufrieden.
Als realistisch sieht Holmala 10–15 Prozent an. Er erwartet außerdem, dass im ersten Winter mehr Bewohnermeldungen eingehen könnten als zuvor: Wer in der Wohnung an 23–24 Grad gewöhnt ist, dem können 21 Grad kalt vorkommen. Die tatsächlichen Störungsmeldungen werden seiner Einschätzung nach deutlich zurückgehen.
Empfehlung an einen Kollegen
Nach dem ersten halben Jahr ist Holmalas Einschätzung eindeutig. Es gab einzelne Störungen, aber die Fernverbindungen haben funktioniert und der technische Support hat die Dinge schnell gelöst.
Ich kann es wärmstens empfehlen. Der Kontakt hat gut funktioniert und die Dinge wurden schnell gelöst.
Die Erfahrung aus Ikaalinen ist zu diesem Zeitpunkt ein Startschuss. Die Raumtemperaturunterschiede zwischen den Wohnungen sind kleiner geworden, unnötige Servicebesuche seltener und der Fernwärmeverbrauch rückläufig — der entscheidende Nachweis kommt jedoch erst nach dem Winter. Darauf kommen wir im Mai 2027 zurück.
Erwägen Sie dasselbe für Ihre eigenen Objekte?
Beginnen Sie mit Heizungssteuerung und Messung — die Basis für echte Raumtemperaturdaten und geringeren Verbrauch.
